Beschreibung:

Meistens wird die Verwendung ätherischer Öle als Aromatherapie definiert.

Ätherische Öle sind aromatische, hoch konzentrierte, sich verflüchtigende Pflanzenextrakte. Diese werden durch Dampfdestillation, Kaltpressung oder Harzanzapfung gewonnen. Die reinen Öle sind wesentlich konzentrierter in ihrer Wirkung als die ursprüngliche Pflanze.

Neben den Ölen gibt es aber auch noch die Hyrdrolate, früher auch Pflanzenwässer oder Blütenwässer genannt. Diese sind Nebenprodukte der Wasserdampfdestillation von Pflanzen oder deren Teilen. Hydrolate haben ähnliche Wirkungen wie die entsprechenden ätherischen Öle, wirken allerdings milder und können auch etwas von den Wirkungen der ätherischen Öle abweichen.  Beide Varianten werden in der Aromatherapie eingesetzt.

Historie der Aromatherapie:

Seid Jahrtausenden nutzen Menschen ätherische Öle zur Förderung des Wohlbefindens , zur Kosmetik, für religiöse Rituale, etc. In Pharaonengräbern fand man zum Beispiel Alabastergefäße, die speziell zur Lagerung von Ölen angefertigt wurden. Auch in der Bibel finden sich zahlreiche Stellen, wie den Psalm 133 oder in Prediger 9,8 „Lass deine Kleider immer weiß sein und lass deinem Haupte Salbe nicht mangeln.“

Anwendung/Wirkung der Aromatherapie:

Neben der Haut und Fellpflege hat auch der Duft eine besondere Wirkung auf den Organismus. Die Gerüche haben einen direkten Einfluss auf das emotionale Kontrollzentrum des Gehirns. (Wer erinnert sich z.B. nicht gerne an den Duft der Lieblingskekse aus dem Backofen der Großmutter, was einem gleich ein heimeliges Gefühl beschert..). Düfte können den Hypothalamus direkt aktivieren und hat so Einfluss auf Hungergefühl, Durstgefühl, Hormonproduktion, Schlaf-Wach-Rhythmus, Entspannung, ect. Die genauen Mechanismen werden von Wissenschaftlern noch erforscht. Zusätzlich können Öle & Hydrolate auch bei der Abwehr von Parasiten unterstützen oder Juckreize mildern, etc. Die Einsatzmöglichkeiten sind also vielfältig.

Die Aromatherapie kann somit auf wunderbare Weise die Physiotherapie unterstützen. Die jeweils gewählten Düfte mögen Hund und Besitzer oft gleicher maßen.

Je nach Tier und vorliegender Disposition, wähle ich den passenden Duft. Ob ein Öl oder ein Hydrolat besser geeignet ist entscheide ich oft gemeinsam mit dem tierischen Patienten.

Quellen: Young Living (Ätherische Öle-Nachschlagewerk-6. Ausgabe), Pernaturam,-“DuftMedizin für Tiere“ – Maria L.Schasteen, RotondaVerlag-2017 / Foto: Tierischaktiv.de